FÜR EINEN KONSEQUENTEN ANTIFASCHISMUS AUF ALLEN EBENEN

In den letzten Wochen hat die Gewalt gegen linke Strukturen zugenommen.
Die Rechten ziehen los um linke Läden, Wohnungen, Autos und Unterkünfte für geflüchtete Menschen anzugreifen. Immer wieder werden auch Menschen von Neonazis angegriffen.

Während die Rechten sich immer weiter in unseren Kiezen ausbreiten, führen wir endlose Diskussionen darüber, ob Gewalt sinnvoll ist oder ob wir Gewalt verurteilen müssen.

Bei den Feierlichkeiten und Protesten zur Amtseinführung von Donald Trump wurde ein Nazi mit der Faust angegriffen. Das Empören darüber war in einigen Teilen der Linken groß und der Angriff wurde recht schnell verurteilt. Dass im Laufe der Proteste ein linker Aktivist von einem Rechten angeschossen wurde, löste hingegen wenig Regung und erst recht keinen Aufschrei innerhalb der deutschen Linken aus.

Wir sind der Meinung – antifaschistischer Selbstschutz ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Wir haben durchaus Verständnis dafür, dass nicht alle Menschen militant gegen Faschist*innen vorgehen können oder wollen. Aber eine Distanzierung von diesen Aktionsformen bringt uns in Zeiten des Rechtsrucks und angesichts täglicher Angriffe nicht weiter. Kreativer und aktiver Protest lebt von verschiedenen Aktionsformen.

In diesem Sinne:

Schulter an Schulter gegen Faschismus!
Faşizme Karşı Omuz Omuza!
Für einen konsequenten Antifaschismus auf allen Ebenen!
No pasarán!

Aktionen gegen die Amtseinführung von Donald Trump

Aktionen gegen die Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar 2017

Demonstration: Schillstr. 9 / 17 Uhr / vor dem AfD Büro
Kundgebung: Pariser Platz / ca. 18 Uhr

Am 20. Januar finden weltweit Proteste gegen die Amtseinführung von Donald Trump statt.
Auch in Berlin wird es verschiedene Aktionen gegen die Amtseinführung geben, so ruft u.a das Aktionsbündnis „The Coalition“ zur Beteiligung an einer Demonstration mit anschließender Kundgebung auf.

Lasst uns gemeinsam, auf die Strasse gehen:
– gegen die Amtseinführung von Donald Trump
– gegen jeden Nationalismus
– gegen die zunehmende wirtschaftliche und soziale Ungleichheit
– gegen die Angriffe auf Arbeiter*innenrechte
– gegen Korruption
– gegen Sexismus
– für die Rechte von Minderheiten
– und für ein selbstbestimmtes Leben

 

Remembering means fighting (Hrant Dink)

Kundgebung / 19. Januar / 18 Uhr / Kottbusser Tor

Am 19. Januar 2007 wurde der armenische Journalist Hrant Dink vor dem Gebäude der Zeitung Agos in Istanbul erschossen. Obwohl der Fall nun bereits einige Zeit her ist, gab es juristisch in Bezug auf ihn noch kein Ergebnis und kein Ende des Prozesses. Heute, zehn Jahre nach dem Mord, eskaliert die Gewalt in der Türkei wieder von Tag zu Tag mehr. Die Eskalation, die die gesamte Gesellschaft erfasst, beschäftigt und beunruhigt die Menschen in der Türkei und auf der gesamten Welt.

10 Jahre nach dem Mord an Hrant Dink rufen seine Freund*innen zu einer Gedenkkundgebung auf. Sie fordern die vollständige Aufklärung und juristische Aufarbeitung des Mordes und Gedenken ihrem Freund Hrant.

Kommt am 19. Januar um 18 Uhr zur Kundgebung am Kottbusser Tor und unterstützt die Freund*innen von Hrant bei ihrer Kundgebung.

Hier gibt es mehr Informationen zu dem Fall: https://de.wikipedia.org/wiki/Hrant_Dink

REMEMBERING MEANS FIGHTING!
KEIN VERGEBEN – KEIN VERGESSEN!

#holmbleibt

 Besetzung der HU am 18. Januar 2017

Besetzung bei der Humboldt-Universität durch Studierende

Aus Protest gegen die Entlassung von Andrej Holm durch die Leitung der Humboldt-Universität haben Studierende heute Nachmittag das Institut für Sozialwissenschaft besetzt. Die Studierenden kündigen an die Besetzung so lange weiter aufrecht zu erhalten, bis die Kündigung wieder zurückgenommen wird.

Kommt vorbei und zeigt euch solidarisch mit den Menschen vor Ort. Die Adresse des Instituts lautet Universitätsstraße 3B, 10117 Berlin.

 

Kundgebung am 16. Januar

Andrej Holm musste gehen. Wir meinen: die Berliner Regierung muss gehen.

Einmal mehr zeigt das kapitalistische System sein wahres Gesicht. Die Profitgier der Immobilienhaie hat Vorrang vor den Bedürfnissen der Menschen. Der regierende Bürgermeister Müller, seine SPD und die Grünen scheißen auf die durch Verdrängung betroffenen Mieterinnen und Mieter. Einen Tag nach dem Gedenken für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beweist die SPD erneut, wen wie als Feind ansieht: Menschen, die wirklich für eine sozial gerechte Gesellschaft eintreten.

Nehmt Euch die Stadt, denn die Stadt gehört Euch.

 

Bericht: LLL-Wochenende 2017

Ein anstrengendes LLL-Wochenende liegt hinter uns

Nazis bekämpfen – Party feiern – Rosa und Karl gedenken

Berlin zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite. Das Wochenende war nass und kalt. Aber Antifa heißt Handarbeit – bei jedem Wetter. So waren wir das ganze Wochenende unterwegs. Und das hieß das volle Programm: Nazis bekämpfen, 10 Jahre Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin feiern und natürlich Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedenken.

Müde sein und dennoch früh aufstehen hieß es am Sonntag. Schließlich ist die Teilnahme an der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration für uns Pflicht. Das miese Wetter konnte uns nicht abhalten und so schlossen wir uns dem antimilitaristischen und antifaschistischen Block an. Kämpferisch zogen wir mit tausenden Kommunist_innen und anderen Aktivist_innen vom Frankfurter Tor zum Sozialistenfriedhof, um unser Gedenken an Rosa und Karl Ausdruck zu verleihen. Auch 98 Jahre nach ihrer Ermordung durch den SPD-regierten deutschen Staat in den stürmischen Zeiten der Weimarer Republik bleibt die Erinnerung an die Gründer der KPD wach. Dass der deutsche Staat seine kapitalistischen Interessen gegen eine solidarischere Gesellschaft auch heute noch mit Gewalt verteidigt zeigte einmal mehr die Bulleneskalation auf unseren Block. Der Kampf gegen das Kapital bleibt real.

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen hieß es am Samstag. Naziaufmärsche sind für Berlin schon fast schlimme Gewohnheit. Am Bahnhof Zoo versuchte diesmal die rechtsextreme Pegida-Bewegung „Hand in Hand“ aus dem Havelland die Opfer des islamistischen Terroranschlags am Breitscheidplatz zu missbrauchen. Obwohl sich nur rund 70 Nazis auf dem Hardenbergplatz einfanden, bleibt ihre heuchlerische Hetze unerträglich. Wir waren mit über 100 anderen Antifaschist_innen vor Ort und konnten mit flexiblen und entschlossenen Aktionen den Aufmarsch zwar nicht verhindern, aber über die gesamte Zeit erkennbar stören. Für erfolgreiche Blockaden müssen wir jedoch mehr werden. Erfreulich finden wir, dass auch radikalere Aktion gegen den Naziaufmarsch erfolgten.

In Berlin ist die LL-Party der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin ( ARAB ) im Bi Nuu legendär. Klare Worte und handeln statt lamentieren ist seit jeher die Devise der ARAB. Das gefällt nicht allen, uns schon. Wir feierten mit vielen Genoss_innen und politischem Live-Rap unter dem Motto „10 Jahre ARAB – alles ist die Gang“ in Kreuzberg bis tief in die Nacht.

Auf, auf zum Kampf – zum Kampf sind wir geboren.

 

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