#holmbleibt

 Besetzung der HU am 18. Januar 2017

Besetzung bei der Humboldt-Universität durch Studierende

Aus Protest gegen die Entlassung von Andrej Holm durch die Leitung der Humboldt-Universität haben Studierende heute Nachmittag das Institut für Sozialwissenschaft besetzt. Die Studierenden kündigen an die Besetzung so lange weiter aufrecht zu erhalten, bis die Kündigung wieder zurückgenommen wird.

Kommt vorbei und zeigt euch solidarisch mit den Menschen vor Ort. Die Adresse des Instituts lautet Universitätsstraße 3B, 10117 Berlin.

 

Kundgebung am 16. Januar

Andrej Holm musste gehen. Wir meinen: die Berliner Regierung muss gehen.

Einmal mehr zeigt das kapitalistische System sein wahres Gesicht. Die Profitgier der Immobilienhaie hat Vorrang vor den Bedürfnissen der Menschen. Der regierende Bürgermeister Müller, seine SPD und die Grünen scheißen auf die durch Verdrängung betroffenen Mieterinnen und Mieter. Einen Tag nach dem Gedenken für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beweist die SPD erneut, wen wie als Feind ansieht: Menschen, die wirklich für eine sozial gerechte Gesellschaft eintreten.

Nehmt Euch die Stadt, denn die Stadt gehört Euch.

 

Bericht: LLL-Wochenende 2017

Ein anstrengendes LLL-Wochenende liegt hinter uns

Nazis bekämpfen – Party feiern – Rosa und Karl gedenken

Berlin zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite. Das Wochenende war nass und kalt. Aber Antifa heißt Handarbeit – bei jedem Wetter. So waren wir das ganze Wochenende unterwegs. Und das hieß das volle Programm: Nazis bekämpfen, 10 Jahre Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin feiern und natürlich Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedenken.

Müde sein und dennoch früh aufstehen hieß es am Sonntag. Schließlich ist die Teilnahme an der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration für uns Pflicht. Das miese Wetter konnte uns nicht abhalten und so schlossen wir uns dem antimilitaristischen und antifaschistischen Block an. Kämpferisch zogen wir mit tausenden Kommunist_innen und anderen Aktivist_innen vom Frankfurter Tor zum Sozialistenfriedhof, um unser Gedenken an Rosa und Karl Ausdruck zu verleihen. Auch 98 Jahre nach ihrer Ermordung durch den SPD-regierten deutschen Staat in den stürmischen Zeiten der Weimarer Republik bleibt die Erinnerung an die Gründer der KPD wach. Dass der deutsche Staat seine kapitalistischen Interessen gegen eine solidarischere Gesellschaft auch heute noch mit Gewalt verteidigt zeigte einmal mehr die Bulleneskalation auf unseren Block. Der Kampf gegen das Kapital bleibt real.

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen hieß es am Samstag. Naziaufmärsche sind für Berlin schon fast schlimme Gewohnheit. Am Bahnhof Zoo versuchte diesmal die rechtsextreme Pegida-Bewegung „Hand in Hand“ aus dem Havelland die Opfer des islamistischen Terroranschlags am Breitscheidplatz zu missbrauchen. Obwohl sich nur rund 70 Nazis auf dem Hardenbergplatz einfanden, bleibt ihre heuchlerische Hetze unerträglich. Wir waren mit über 100 anderen Antifaschist_innen vor Ort und konnten mit flexiblen und entschlossenen Aktionen den Aufmarsch zwar nicht verhindern, aber über die gesamte Zeit erkennbar stören. Für erfolgreiche Blockaden müssen wir jedoch mehr werden. Erfreulich finden wir, dass auch radikalere Aktion gegen den Naziaufmarsch erfolgten.

In Berlin ist die LL-Party der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin ( ARAB ) im Bi Nuu legendär. Klare Worte und handeln statt lamentieren ist seit jeher die Devise der ARAB. Das gefällt nicht allen, uns schon. Wir feierten mit vielen Genoss_innen und politischem Live-Rap unter dem Motto „10 Jahre ARAB – alles ist die Gang“ in Kreuzberg bis tief in die Nacht.

Auf, auf zum Kampf – zum Kampf sind wir geboren.

 

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Aufruf: Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demo 2017

 Am 15.01.1919 ermordete der deutsche Staat die Gründer der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Sie waren mit ihren Ideen einer gerechteren solidarischen Gesellschaft eine Gefahr für das ausbeuterische kapitalistische System.
Auch 98 Jahre nach ihrer Ermordung bestehen die gleichen ausbeuterischen Verhältnisse.
Auch 98 Jahre nach ihrer Ermordung kämpfen wir gegen die Unterdrückung des kapitalistischen Staats.
Erinnern heisst kämpfen. Erinnern wir uns an Rosa und Karl. Lasst uns 100 Jahre nach der Oktoberrevolution den Traum einer gerechten und solidarischen Welt weiter träumen. Kommt zur Gedenkdemo am 15.01. um 10 Uhr zum U-Bhf. Frankfurter Tor.


Gemeinsam kämpfen – Gemeinsam gedenken!
Für einen revolutionären Aufbauprozess!
Der Kampf geht weiter – für den Kommunismus!
Für die sozialistische Revolution! ☭

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Aufruf: Berlin sagt nein zu Rassismus

Samstag, 14.01. // 13 Uhr // Berlin Bahnhof Zoo
Nazis den Tag versauen

Am kommenden Samstag wollen die Nazis des sogenannten „Bürgerbündnis Hand in Hand“ aus dem Havelland zum dritten Mal in Berlin aufmarschieren. Der Name kann uns nicht täuschen. Dahinter verbirgt sich das übliche breite Nazi-Spektrum von Reichsbürgern, Altnazis, NPD und Pro-Deutschland-Mitgliedern sowie Nazi-Kameradschaften.

Nach den beiden letzten Aufmärschen der Nazi-Truppe mit jeweils zweistelligen Teilnehmerzahlen rechnen wir diesmal mit gut 100 Nazis. Auf Facebook haben sich aktuell 120 Personen angemeldet. Treffpunkt des braunen Gesindels ist der Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoo. Nach ihrer üblichen Hetze gegen Geflüchtete und Muslime wollen diese sicher wieder über den Kurfürstendamm marschieren.

Lasst nicht zu, dass die Nazis ihre Hetze unwidersprochen am Bahnhof Zoo und in der Haupteinkaufsstraße Berlins verbreiten können. Kommt am Samstag ab 13 Uhr zum Hardenbergplatz und stellt Euch den Nazis entschlossen und kreativ entgegen.

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

 

Freilassung von Musa Aşoğlu und allen politischen Gefangenen gefordert

Türkische und deutsche Aktivist*innen demonstrieren am Kottbusser Tor

Über 50 türkische und deutsche Aktivist*innen fanden sich am 13. Januar am Kottbusser Tor ein und forderten lautstark die Freilassung von Musa Aşoğlu. Musa wurde bereits am 02.12.2016 in Hamburg verhaftet und wird seit dem in Isolationshaft gefangen gehalten. Er wird verdächtigt ein hochrangiger Führungsfunktionär der in Deutschland verbotenen kommunistischen Revolutionären Volksbefreiungspartei (DHKP-C) in Europa zu sein.

Sein Fall reiht sich ein in die andauernde Kriminalisierung und Verfolgung von linken Politiker*innen aus der Türkei und aus Kurdistan. So wird aktuell in Berlin den kurdischen Aktivisten Ali und Cem der Prozess gemacht, weil sie Mitglied der ebenfalls verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK sein sollen. In München erwartet mehreren Aktivist*innen der Konföderation der Arbeiter aus der Türkei (ATIK) mehrjährige Haftstrafen, obwohl keinem Straftaten vorgeworfen werden.

So zeigten die Unterstützer*innen auch deutlich ihre Solidarität mit allen politischen Gefangenen. Neben der weiteren Forderung an die deutsche Regierung, die Zusammenarbeit mit dem türkischen Despoten Erdogan einzustellen war „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ und „Weg mit dem Verbot der PKK“ zu hören. Die Polizei hielt sich merklich zurück, so dass die Versammlung ohne Zwischenfälle verlief.

Hoch die internationale Solidarität!