50 Jahre Dutschke-Attentat – 50 Jahre Springer-Hetze – Mahnwache vor dem Axel-Springer-Verlag am 11. April

Vor 50 Jahren, am 11. April 1968 strecke der NPD-Anhänger Josef Bachmann den Studentensprecher Rudi Dutschke vor dem Büro des  Sozialistischen Deutschen Studentenbundes mit drei Schüssen aus seiner Pistole nieder. Dutschke wurde lebensgefährlich verletzt und starb am 24. Dezember 1979 an den Spätfolgen seiner Verletzungen. An der Stelle des Attentats am Kurfürstendamm 140 ist heute eine Gedenktafel in den Bürgersteig eingelassen.

Mit Dutschke wurde nicht zufällig ein herausragender Sprecher der linken 68er Studentenbewegung angegriffen. Vorausgegangen war eine beispiellose Hetz-Kampagne der konservativen Presse gegen die rebellierenden linken Studenten und Studentinnen. Vor allem die Medien des Axel-Springer-Verlages mit dem Frontblatt „Bild-Zeitung“ riefen unverhohlen zur Selbstjustiz gegen die „Rädelsführer“ der Studentenbewegung auf. „Man darf auch nicht die ganze Dreckarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen“ schrieb etwa die Bild-Zeitung.

Dass Boulevard-Zeitungen wie die Bild keinen seriösen Journalismus betreiben, hat sich auch 50 Jahre nach dem Attentat nicht geändert. Sie manipulieren mit ihren Hetz-Kampagnen vor allem die wenig gebildeten Menschen unserer Gesellschaft. Mal geht es gegen angeblich „faule“ Hartz-4-Empfänger, mal pauschal gegen undankbare Geflüchtete, mal gegen Muslime. Immer wieder fährt die Bild auch Kampagnen gegen alle, die sie für linksradikal hält. Antikommunistische Propaganda betreibt die Bild nicht erst, seit der Springer-Verlag sein Verlagsgebäude als „Bollwerk des Westens“ ab 1959 direkt neben die innerdeutsche Grenze in Kreuzberg setzte.

Gnadenlos agierte die Bild-Zeitung auch im Anschluss an die Proteste gegen den G-20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg. Gegen alle ethischen Standards einer seriösen Presse veröffentlichte sie auf eigene Faust Fotos angeblicher linker Gewalttäter und Gewalttäterinnen und blies zur Jagd auf diese. Ganz im Stil einer durch und durch sexistischen Zeitung brachte sie unter dem Titel „Polizei sucht diese Krawallbarbie“ das Bild einer minderjährigen knapp bekleideten Frau auf der Titelseite. Wie beabsichtigt verbreitete sich das Bild unter fragwürdigen Kommentaren.

Anlässlich des 50. Jahrestages des Attentats auf Rudi Dutschke rufen wir zu einer Mahnwache vor dem Axel-Springer-Verlag auf. Wir wollen dabei auf die Mitverantwortung der Springer-Medien hinweisen – damals wie heute. Inbesondere die Medien des Springer-Verlages schaffen auch heute noch mit ihren Schmutz-Kampagnen ein politisches Klima, dass zu Gewalt anstachelt. Ob Angriffe gegen Unterkünfte für Geflüchtete, gegen Muslime oder gegen angeblich linksradikale Gewalttäter. Die Bild-Zeitung steht vorne mit dabei.

Wir nehmen in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich Bezug zur Revolutionären 1. Mai Demo, die am 1. Mai wie immer um 18 Uhr am Oranienplatz startet. Die Arbeiterbewegung lässt sich für uns nicht von der Studentenbewegung trennen. Schon früh forderte auch Dutschke eine „Einheitsfront von Arbeitern und Studenten“. Auch hier ist die Springer-Presse in der ersten Reihe wenn es darum geht, den politischen Anspruch der Revolutionären 1. Mai Demo zu diffamieren und in „sinnlose Krawalle“ umzudeuten.

Kommt am 11. April ab 14 Uhr zum Springer-Verlag in der Axel-Springer-Straße 65. Zeigt dem Springer-Verlag die rote Karte. Im Anschluss wollen wir gegen 16 Uhr gemeinsam zu der Gedenktafel für Dutschke am Kurfürstendamm fahren und Blumen niederlegen.

Nächstes Offenes Gruppentreffen am 3. April in der Meuterei

Ihr wollt Euch engagieren gegen Faschismus, Kapitalismus und Patriarchat? Kommt einfach zu unserem nächsten offenen Gruppentreffen am Dienstag, 3. April. um 19 Uhr in die Meuterei (Reichenberger Str. 58) und bringt Euch mit Euren Ideen ein.

Themen u.a.:

– 50 Jahre Attentat auf Dutschke am 11. April
– Revolutionärer 1. Mai

Am Montag wieder gegen die Nazis von WfD und Bärgida

Morgen geht es wieder wie jeden Montag gegen die Nazis von Bärgida und „Wir für Deutschland“ (WFD). Kommt um 18:30 Uhr zum Dorothea-Schlegel-Platz am Bahnhof Friedrichstraße.

Der vom Marzahner Neonazi Enrico Stubbe angemeldete 4. Montagsmarsch wird voraussichtlich wieder am U-Bahnhof Kochstraße enden. Nachdem bei den ersten drei „Wir-sind-das-Volk-Märschen“ trotz Unterstützung von Bärgida nur jeweils 30-40 Nazis erschienen, durften diese zuletzt nicht über die Leipziger Straße zum Potsdamer Platz marschieren.

Obwohl Stubbe und seine Nazis eher lächerlich daherkommen, bleibt antifaschistischer Gegenprotest wichtig. Niemals dürfen wir rassistische Hetze in den Straßen Berlins dulden.

 

Antifaschistische Demo am 24.03. gegen AfD-Büro Johannisthal

  • Antifaschistische Demonstration
  • Samstag, 24.03. | 14 Uhr | S-Bahnhof Schöneweide/Sterndamm

Zwei Jahre AfD-Büro in Johannisthal. Wieder und wieder rassistische und diskriminierende Vorfälle. Ein sich ausbreitendes Klima, das nicht alle Menschen hier willkommen heißt. Das ist erschreckend viel Raum für braun-blaue Gesinnung. Dem wollen wir etwas entgegensetzen.

In der Winckelmannstraße 31 in Johannisthal haben die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses der AfD Martin Trefzer und Frank Scholtysek offiziell ihr Büro. Genutzt wird das Büro aber hauptsächlich vom Treptow-Köpenicker AfD-Verband, um von dort Hass und Hetze gegen alle zu verbreiten, die nicht in dessen menschverachtende Ideologie passen. Die Räume werden ihnen von der R&W Immobilienanlagen GmbH zur Verfügung gestellt. Von dort aus versuchen sie, neue Anhänger*innen zu gewinnen und ihre Politik der Ausgrenzung voranzutreiben. Unter dem Deckmantel des Hausmeisterservice des AfD-Mitglieds Oliver Lamprecht fand sich die lokale AfD dort schon vor der offiziellen Nutzung zusammen. Über diese Zweckentfremdung wurde R&W informiert, jedoch haben sie nichts dagegen unternommen. Nach mehreren Versuchen R&W zu überzeugen, das Mietverhältnis zu beenden, um menschenverachtenden Einstellungen keinen Raum zu bieten, ist bis heute nichts passiert. Stattdessen verteidigte die R&W ihre Vermietung an die rechtsradikale AfD. Damit geben wir uns nicht zufrieden!

Als ob das AfD-Büro nicht schon genug brauner Dreck für den Ortsteil wäre, wohnt in Johannisthal auch der stadtbekannte Neonazi Julian B.. Er fiel schon in der Vergangenheit durch ständige Hakenkreuz-Sprühereien, Verkleben rassistischer Plakate und Angriffe auf Antifaschist*innen in Johannisthal auf. Zudem ist er einer der Drahtzieher der von Neonazis verübten Anschlagsserie im benachbarten Süden Neuköllns. Dabei wurde unter anderem eine Buchhandlung und ihr Betreiber Ziel mehrerer Angriffe, nachdem dort Ende 2016 eine AfD-kritische Veranstaltung stattfand. Diese Anschlagsserie in Neukölln dauert bis heute an.

Wir akzeptieren nicht, dass sich Neonazis und andere rechte Hetzer*innen in ihrem Tun sicher und bestärkt fühlen und ohne Widerspruch anderen das Leben schwer machen können. Wir haben keinen Bock darauf, dass sich hier Menschenverachtung und Hass ungehindert breitmachen. Wir wollen nicht, dass sich eine Stimmung etabliert, die Ausgrenzung normalisiert und kleinredet. Und wir machen uns gemeinsam dafür stark, dass Menschen ohne Angst im Kiez und überall leben können!

Auf zur antifaschistischen Demonstration am 24. März:

• Weg mit dem AfD-Büro in Johannisthal!
• Keine Ruhe für die geistigen Brandstifter*innen der AfD!
• Keine Ruhe für die Täter des rechten Terrors!
• Für ein Klima der Solidarität und Offenheit!

Quelle: Initiative Kein Raum der AfD

Morgen wieder gegen die Nazis von WfD und Bärgida

Montag, 19.03. – 18:30 Uhr – Bahnhof Friedrichstraße

Morgen wollen die Nazis von Enrico Stubbe (Wir für Deutschland) wieder mit Verstärkung durch Bärgida zur dritten patridiotischen Montagsdemo vom Bahnhof Friedrichstraße zum Potsdamer Platz marschieren. Am letzten Montag haben es die kläglichen 25 Nazis nicht bis zum Potsdamer Platz geschafft. Sie gaben bereits in der Friedrichstraße auf.

Also raus auf die Straße und ran an die Nazis. Es gibt kein Recht auf rassistische Hetze.