Update: Aktuelle Infos zum AfD-Frauenmarsch am 17.02. in Berlin

Wir haben für Euch die aktuellen Infos zum AfD-Frauenmarsch am kommenden Samstag (17.02.) in einer aktualisierten Aktionskarte zusammengestellt. Aufmarschort der Nazis in Kreuzberg ist ab 15 Uhr der U-Bahnhof Hallesches Tor. Von dort wollen sie zum Kanzleramt marschieren.  Nach den letzten vorliegenden Infos verläuft die Nazi-Route über die Friedrichstraße, Unter den Linden, Pariser Platz  zum Brandenburger Tor und von dort über die Scheidemannstraße zum Bundeskanzleramt. Auf welchem Weg es vom Halleschen Tor zur Friedrichstraße geht, ist noch nicht klar.  Inzwischen sind vier Gegenkundgebungen ab 14 Uhr in der Nähe des Aufmarschorts angemeldet: auf dem Mehringplatz zur Gitschiner Straße, Ecke Stresemannstraße/Wilhelmstraße. Ecke Franz-Klühs-Straße/Friedrichstraße sowie Ecke Hedemannstraße/Friedrichstraße. Es gibt also genügend Anlaufpunkte für erfolgreiche Massenblockaden. Die Gegenkundgebung am S-Bahnhof Friedrichstraße wurde dagegen gestrichen. Änderungen sind jedoch noch möglich. Achtet also auf aktuelle Infos unter dem Hashtag #b1702.

Wir gehen davon aus, dass neben dem christlich-fundamentalen Umfeld von Anmelderin Leyla Bilge Nazis aus allen Spektren der rechtsextremen Szene anreisen werden. Neben den üblichen AfD-Hetzern hat sich Pegida-Gründer Lutz Bachmann angekündigt. Daneben mobilisiert auch die Identitäre Bewegung mit ihrem neuen Tarnprojekt „120db“. Momentan rechnet das Berliner Bündnis gegen rechts mit 500-1000 Rassist*innen. Es können aufgrund des Themas und der bundesweiten Mobilisierung auch erheblich mehr werden. Mit dem Halleschen Tor hat sich die AfD für einen Aufmarschort entschieden, der mit öffentlichen Massenverkehrsmitteln nur mit der U-Bahn (U6/U1) zu erreichen ist. Zu Fuß führt der sicherste Weg für die Nazis wohl über den Mehringdamm.

Für uns ist völlig klar, dass ein rassistischer Aufmarsch dieser Größenordnung in Berlin mit allen Mitteln zu bekämpfen ist. Die Bullen werden wie immer mit einem Großaufgebot versuchen, den Marsch der Nazis durchzuprügeln. Der Aufmarschort am Halleschen Tor und Teile der Friedrichstraße sichern die Bullen mit Gittern ab. Gegen diese Taktik können nur Massenblockaden und dezentrale Aktionen erfolgreich sein. Klar ist aber auch, dass sich die touristischen Attraktionen wie der Checkpoint Charlie und das Brandenburger Tor nicht hermetisch abriegeln lassen. Wir fordern daher alle Antifaschist*innen und Feminist*innen auf, sich kreativ und entschlossen an den Aktionen gegen den rechtsextremen Frauenmarsch zu beteiligen. Es gibt kein Recht auf Nazis in den Straßen.

Rassismus ist kein Feminismus – Nationalistischer Frauenmarsch am 17.02. in Berlin verhindern

Für den 17.02. ruft AfD-Mitglied und Islamhasserin mit kurdischer Abstammung Leyla Bilge zu einem nationalistischen Frauenmarsch in Berlin auf. Während sie selbst von einer überparteilichen Veranstaltung ausschließlich von Frauen spricht, wird der Marsch auf zahllosen AfD-Seiten beworben. Wir rechnen mit der bundesweiten Anreise von Männern und Frauen aus dem gesamten völkisch-nationalistischem Lager von der AfD über Pegida bis zu offen erkennbaren Neonazis.

Leyla Bilge behauptet, sich für die Rechte von Frauen einsetzen zu wollen. In Wahrheit sieht sie Feminismus rassistisch. Für Sie findet Gewalt gegen Frauen ausschließlich durch ausländische Männer statt. Opfer sind dabei nur „deutsche“ Frauen. Sie blendet aus, dass Gewalt gegen Frauen in Deutschland alltäglich ist und überwiegend durch deutsche Männer ausgeübt wird. Leyla Bilge setzt sich nicht für das Recht aller Frauen auf Gleichberechtigung ein. Sie unterstützt das chauvinistische Frauenbild der AfD, in dem Frauen und Männern unterschiedliche Rollen  zugedacht werden. Ihr vorgeblicher Feminismus ist tatsächlich im Kern antifeministisch. Feminismus kann niemals rechts sein.

Die Marschroute ist aktuell noch nicht bekannt. Treffpunkt ist um 15 Uhr der U-Bahnhof Hallesches Tor im Norden von Kreuzberg. Von da aus wollen die angeblichen Frauenrechtler*innen zum Bundeskanzleramt marschieren. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Marschroute entweder direkt über die Wilhelmstraße oder über die Stresemannstraße und den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor geplant ist und von dort weiter zum Bundeskanzleramt verläuft. Eine Gegenkundgebung ist ab 14 Uhr auf dem Mehringplatz angemeldet.

Wir rufen dazu auf, den nationalistischen Frauenmarsch durch Kreuzberg und Berlin-Mitte zu verhindern. Beteiligt Euch an Blockaden und stellt euch den völkischen Antifeminist*innen entschlossen entgegen.

 

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee Auschwitz

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die von den Nazis zur Massenvernichtung aller in ihren Augen minderwertigen Menschen eingerichteten Konzentrations- und Vernichtungslager in Auschwitz. Allein in diesen Lagern ermordeten die Nazis systematisch über eine Million Kinder, Frauen und Männer.

Wir gedenken heute am Jahrestag der Befreiung allen Opfern des Hitler-Regimes und seiner willigen Handlanger. Wir werden die Schuld derjenigen, die sich an der Ermordung unzähliger Menschen beteiligten und derjenigen, die dabei zusahen oder wegschauten, niemals vergessen und niemals vergeben.

Für uns bedeutet gedenken aber nicht nur erinnern. Gedenken heißt für uns auch zu kämpfen. Zu kämpfen für eine solidarische Gesellschaft in der alle Menschen in Frieden und Freiheit ohne Armut oder Ausgrenzung leben können. Dies bleibt unser Versprechen gerade heute, in der wieder eine rechtsextreme Partei im Bundestag und in den Länderparlamenten die Macht an sich reißen will und mit ihrer rassistisches Hetze unsere Gesellschaft vergiftet.

Das Vermächtnis der Ermordeten ist unsere Verpflichtung
Nie wieder Auschwitz – Nie wieder Faschismus