Vier Tage, Vier Demos – Viel zu tun am kommenden Wochenende in Berlin

Viel zu tun am kommenden verlängerten Wochenende in Berlin. An vier Tagen sind vier Demos angekündigt. Überlassen wir dem rechten Mob nicht die Straßen. Runter vom Sofa und aktiv werden gegen Nazis und für eine solidarische Gesellschaft.

 

  • Donnerstag, 30. 08. – 18:30 Uhr – Hermannplatz
  • Ob in Chemnitz oder Neukölln – Gegen rechte Gewalt

In Chemnitz machten Neonazis Jagd auf Menschen, die nicht in ihr rassistisches Weltbild passen. Es wäre aber verfehlt, diese Ereignisse als „Sachsenproblem“ kleinzureden. Bundesweit werden rechtsradikale Anschläge und Angriffe verübt. Beispielsweise gibt der NSU-Komplex Schlaglichter auf die Vernetzung der rechtsextremen Szene in der Republik. Da auch Neukölln oft Schauplatz von Angriffen durch Rechte wird, findet am 30. August ein antifaschistischer Protest gegen rechte Gewalt statt.

 

  • Freitag, 31.08. – 14 Uhr – Sächsische Landesvertretung, Brüderstraße 11
  • Stoppt den rechten Mob in Sachsen

Die sächsische Landesregierung versagt seit Jahren im Kampf gegen Rechts. Damit muss Schluss sein! Gegen rechte Tendenzen innerhalb von Verwaltung, Polizei und Verfassungsschutz muss radikal vorgegangen werden! Mit der Forderung an die Sächsische Landesregierung, mit aller Härte den Rechtsstaat in Sachsen wiederherzustellen, alle Menschen aller Hautfarben, Religionen, geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen und ihre Institutionen in Sachsen gegen Gewalt zu schützen und gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Fremdenhass mit aller Entschiedenheit vorzugehen, wird vor der Sächsischen Landesvertretung eine Mahnwache abgehalten.

 

  • Samstag, 01.09. – 10 Uhr – S-Bahnhof Neuenhagen
  • Der AfD die Konferenz vermiesen

Der Kreisverband Märkisch-Oderland der AfD lädt ins Bürgerhaus in Neuenhagen bei Berlin zu einer Tageskonferenz mit anschließender Podiumsdiskussion. Gegen rechte Stimmungsmache, wofür eingeladene Redner*innen bekannt sind, ruft ein breites Bündnis im Bahnhofsumfeld von Neuenhagen zum Gegenprotest auf.

 

  • Sonntag, 02.09. – 13 Uhr – Molkenmarkt (Ecke Gruner Straße – Alte Münze)
  • Baut Brücken, keine Mauern – Berlin zu einem sicheren Hafen

Die Situation auf dem Mittelmeer bleibt unerträglich: Menschen ertrinken erbärmlich auf ihrer Flucht nach Europa. Rettung ist kaum mehr möglich. Rechtspopulistische Politiker wie Seehofer, Salvini, Orban und Kurz blockieren systematisch die private Seenotrettung auf dem Meer und nehmen bewusst den Tod vieler Menschen in Kauf.

Wenn die Regierungen Europas versagen, liegt es an den Städten zu handeln. Viele Städte haben sich bereits solidarisch erklärt– darunter Barcelona, Palermo, Düsseldorf und Potsdam. Die rot-rot-grüne Regierung in Berlin hat angekündigt eine solidarische Stadt sein zu wollen. Nun müssen den Worten Taten folgen. Wir fordern vom Berliner Senat, die Stadt zum sicheren Hafen zu erklären und aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen.

2 Gedanken zu „Vier Tage, Vier Demos – Viel zu tun am kommenden Wochenende in Berlin“

  1. …ja die Nazis und Deutschland von heute. Die machen in der Tat viel Arbeit. Es ist auf der einen Seite absolut ok wenn man an „seine Heimat“ denkt und „Heimatverbunden“ ist. Das aber nutzen Nazis gnadenlos aus. So gewinnen die immer mehr Leute die dann schneller als man denkt „aufwachen“ und sehen wo sie da gelandet sind. Wohl ähnlich ging es den Leuten durch den Verblemder Adolf oder aktuell eben dem verblender Erdogan.

    Wem wirklich was an seiner Heimat liegt der sollte sich wirklich von Nazis oder Erdogans veranschieden. Sowas braucht wirklich keine Nation.

    Was übel an der Sache ist das ist eben rein nur der Fakt das die Masse der Menschen salopp friedliebende Zeitgenoss*innen sind eigentlich kein Nazidreck wollen. Viele schlittern da einfach rein. Aber man muss sich dann an die eigene Nase packen und sagen „Nein“. Gerade das sollte auch die Politik lernen. Es gibt nach wie vor Nazis in Deutschland und in anderen Teilen der Welt und jede/r Politiker*in die was von sich hält sollte schlicht Nein zu Nazis (…und Nein zu Erdogan) sagen.

    1. … und zum Thema Flüchtlinge (wdh…) …

      mal was exklusives hier

      als für uns damals die Sache Flucht kam gingen wir auf schnellstem Weg in eine nahegelegende Sicherheit. Dazwischen eine wirklich extrem bewachte Grenze. Weiter wollten wir zunächst mal nicht. Dort angekommen hat man uns sehr herzlich empfangen uns all das gegeben was der mensch zum Leben braucht. Erst später bot sich die Option „weiter zu reisen“ was aber andere Hintergründe hatte.

      Flucht ist eine sehr wichtige Sache. Man darf Flucht nie zu niederen Zwecke benutzen. Wer wirklich auf der Flucht ist soll überall ohne wenn und aber Zuflucht finden. Wer dann in Sicherheit ist sollte erstmal dankbar sein sein bisschen Leben gerettet bekommen zu haben. Man ist da an einem Punkt wo man sich bewußt wird was alles passiert ist wie extrem es doch war und wohl kaum jemand der das mal durchlebt hat wird dann noch locker über das Meer paddeln wollen um wohin auch immer kommen zu wollen. Erst musst du wieder salopp auf den Boden kommen denn Flucht ist und bleibt ein ultimatives Extrem.

      Für einige von uns bedeutet Flucht sogar ein Status der über 30 Jahre anhält.

      Wer das durchgemacht hat wird die Sache Flucht mit ganz anderen Augen sehen und es wird uns erlaubt sein die Kritik anzuführen das viele Leute schon lange nicht mehr auf der Flucht sind sondern eher auf der Suche nach dem „gelobten Land wo Milch und Honig fließt“. Das aber ist keine Flucht mehr sondern der Wunsch wo auch immer leben zu wollen. Dies soll man ehrlich so sagen nicht nicht die ehemalige Flucht als Status nutzen.

      Viele die da sagen sie seinen Flüchtling wissen das auch und wir würden erwarten das gerade diese Menschen mit einer gewissen Ehrlichkeit auftreten. Auch wenn diese Leute (jetzt sehr salopp) versuchten ein Land zu bescheißen so soll deren Wunsch auf Leben in einem anderen Land gewährt werden aber nicht als Flüchtling sondern als Menschen die eben hier und da leben wollen.

      So einfach wäre das Problem zu lösen wenn alle auch nur ein Schritt aufeinander zugehen würden.

      Aber die Welt ist anders. Es gibt Grenzen es gibt marode Politik es gibt Nazis und Erdogan und Co. Mit all dem Übel wird das also nie wirklich zu lösen sein auch nicht wenn Massen auf die Strasse gehen. Ihr müsst das Problem da lösen wo es entstanden ist: marode Politik abschaffen Nazis und Erdogan verbannen. usw

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