NS-Verherrlichung stoppen – Den Rudolf-Heß-Marsch am 18. August verhindern

Zum Todestag des Hitler-Stellvertreters und NS-Kriegsverbrechers Rudolf Heß am 17. August mobilisieren Nazis bundes- und europaweit nach Berlin-Spandau. Heß machte 1987 im alliierten Kriegsverbrechergefängnis in der Spandauer Wilhelmstraße im Alter von 93 Jahren seinem armseligen Leben endlich ein Ende. Am Samstag, 18. August wollen Nazis aller Spektren Heß ab 12 Uhr mit einer Gedenkdemo  verherrlichen. Die Route ist bisher nicht bekannt. Zudem müssen wir bereits am Vortag der Demo – dem eigentlichen Todestag – mit Nazi-Aktionen insbesondere in Spandau rechnen.

Im Vorjahr suchten über 1000 Nazis den Berliner Stadtteil heim. Durch energisches Handeln konnten Antifaschist*innen allerdings den Naziaufmarsch blockieren. Auch in diesem Jahr ist mit einem Großaufgebot von Rechtsextremen zu rechnen. Nazis brauchen identitätsstiftende Großereignisse. Es ist erkennbar, dass mit dem Heßmarsch eine solche neue Tradition begründet werden soll. Dies gilt es mit allen Mitteln zu verhindern. Auch wir werden uns an den Aktionen gegen den Heßmarsch am 18. August und mögliche Aktionen der Nazis am 17. August beteiligen.

Bereits für den 17. August ist in Spandau eine Gegendemo unter dem Motto „Der Countdown läuft- gegen jedes Nazi-Heldengedenken“ eine Gegendemo angemeldet. Diese verläuft vom Bahnhof Spandau durch die Wilhelmstraße am Platz des ehemaligen NS-Kriegsverbrecher-Gefängnis vorbei. Sie dient als Anlaufpunkt für Aktionen gegen mögliches Nazitreiben. Wir treffen uns zur gemeinsamen Anreise um 16 Uhr am Bahnhof Alexanderplatz Ausgang Gonthardstraße.

Am eigentlichen Tag des Heß-Gedenkmarsches am Samstag, 18. August ab 12 Uhr finden viele Gegenveranstaltungen statt. Entsprechende Infos gibt es hier. Wir werden uns an den direkten Aktionen gegen den Marsch der Nazis beteiligen. Die Route der Heß-Fans ist noch nicht bekannt. Achtet also auf weitere Infos. Auch an diesem Tag  treffen wir uns zur gemeinsamen Anreise um 9:30 Uhr am Bahnhof Alexanderplatz Ausgang Gonthardstraße.

Es gibt kein Recht auf Nazi-Gedenken. Stellt Euch mit uns den Nazis entschlossen und kreativ entgegen.

Weitere Infos: nsverherrlichungstoppen.blogsport.eu

 

Ein Gedanke zu „NS-Verherrlichung stoppen – Den Rudolf-Heß-Marsch am 18. August verhindern“

  1. Anmerkungen… man müsste ja mal genau nachfragen was man denn da „Gedenkt“. Den Tot eines Verbrechers ? Dem Stellvertreter eine „Ehre“ Erweisen ? Egal wie man es dreht da scheinen doch in der Tat Leute unterwegs zu sein die wie auch immer dem braunen Dreck noch Gedenken. Man kann es als Fakt sehen. Aber wie war das damals nach dem Krieg „nie mehr“ das Versprechen. Also sollte man sich an das Versprechen halten und solche „Gedenken“ schlicht weg mal verbieten. Deutschland ist doch Weltmeister (nicht im Fußball) aber im verbieten von Demos usw. also und hier wären die Berliner Behörden doch mal gefragt „nein“ zu sagen also nix Nazi Gedenkmarsch. Warum macht Berlin das denn nicht? Wie kann man so ein „Gedenkmarsch“ „genehmih´gen“ wenn doch das Versprechen „nie mehr“ lautet und der Sinn die Absicht der Zweck des „Gedenkmarsch“ schlicht klar auf der Hand liegt ? Also da müssen sich die Berliner Behörden schon die Frage gefallen lassen „…sagt mal seit ihr etwa auch Nazis ?…“ Also Berliner behörden ran an den Bescheid „nein“ zum „Gedenkmarsch“ und viel Ärger wäre vom Tisch sowie endlich mal ein Zeichen gesetzt das Versprechen „nie mehr“ einhalten zu wollen.

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