Für den 9. Juni erneut ein rassistischer „Frauenmarsch“ in Berlin angekündigt

Für den 9. Juni hat AfD-Mitglied und Islamhasserin mit kurdischer Abstammung Leyla Bilge erneut einen rassistischen „Frauenmarsch“ in Berlin angekündigt. Nachdem Antifaschist*innen den von ihr organisierten Marsch am 14. Februar vom Mehringplatz bereits nach wenigen hundert Metern am Checkpoint Charlie blockieren konnten, startet sie nun offenbar einen zweiten Versuch von Kreuzberg zum Kanzlerinnenamt zu marschieren. Die genaue Route ist aktuell noch nicht bekannt.

Leyla Bilge behauptet, sich für die Rechte von Frauen einsetzen zu wollen. In Wahrheit sieht sie Feminismus rassistisch. Für Sie findet Gewalt gegen Frauen ausschließlich durch ausländische Männer statt. Opfer sind dabei nur „deutsche“ Frauen. Sie blendet aus, dass Gewalt gegen Frauen in Deutschland alltäglich ist und überwiegend durch deutsche Männer ausgeübt wird. Leyla Bilge setzt sich nicht für das Recht aller Frauen auf Gleichberechtigung ein. Sie unterstützt das chauvinistische Frauenbild der AfD, in dem Frauen und Männern unterschiedliche Rollen  zugedacht werden. Ihr vorgeblicher Feminismus ist tatsächlich im Kern antifeministisch. Feminismus kann niemals rechts sein.

Wir gehen davon aus, dass auch diesmal wieder Nazis im dreistelligen Bereich aus allen Spektren der rechtsextremen Szene anreisen werden. Für uns ist völlig klar, dass ein rassistischer Aufmarsch dieser Größenordnung in Berlin mit allen Mitteln zu bekämpfen ist. Die Bullen werden wie immer mit einem Großaufgebot den Marsch der Nazis durchsetzen wollen und den Aufmarschort und Teile der Route mit Gittern absichern. Gegen diese Taktik können nur Massenblockaden und dezentrale Aktionen erfolgreich sein. Klar ist aber auch, dass sich die touristischen Attraktionen wie der Checkpoint Charlie und das Brandenburger Tor nicht hermetisch abriegeln lassen.

Wir rufen alle Antifaschist*innen und Feminist*innen auf, sich kreativ und entschlossen an den Aktionen gegen den rechtsextremen Frauenmarsch zu beteiligen. Lasst uns gemeinsam den Marsch der Nazis durch die Stadt verhindern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.