Die Stadt gehört uns – Machen wir sie uns zu eigen

Aktivist*innen der politischen Bewegung #besetzen haben gestern im Rahmen ihres Aktionstages in Berlin neun leerstehende Häuser besetzt. Wir unterstützen die Aktionen bei dem seit 15 Jahren leerstehenden Haus in der Petersburger Straße 16 in Friedrichshain. Obwohl alle besetzten Häuser bereits seit längerer Zeit ungenutzt einer sinnvollen und notwendigen Nutzung entzogen waren, ließen Stadt und Eigentümer alle Spekulationsobjekte durch die Bullen bis spät in die Nacht mit Gewalt räumen. Politische Versprechen sind nichts anderes als heuchlerische Lügen.

In Berlin explodieren die Mieten. Zehntausende können sich die hohen Mieten nicht mehr leisten und werden verdrängt oder in die Obdachlosigkeit getrieben. Täglich werden Menschen per Zwangsräumung mit Gewalt aus ihren Wohnungen gezerrt, in der sie oft seit Jahrzehnten heimisch waren. Berlin hat sich zum Eldorado von Spekulanten und profitgierigen Investoren entwickelt. Während die Stadt dem Ausverkauf preisgegeben wird und täglich neue Luxuswohnungen gebaut werden, verspricht die rot-rot-grüne Stadtregierung einen sozialeren Wohnungsbau. Allein: es bleibt bei dem Versprechen.

Wir schauen nicht länger zu, wie Menschen ohne Lobby und Geld dem Reichtum der Bonzen geopfert werden. „Die Stadt gehört Euch“ plakatierte die Partei Die Linke im letzten Wahlkampf. Nehmen wir das wörtlich und machen sie uns zu eigen.

Besetzen ist und bleibt ein legitimes Mittel gegen Wohnungsnot und Verdrängung durch kapitalistische Profitmaximierung von Wohnraum. Unsere Solidarität gilt allen Besetzer*innen und Unterstützer*innen von #besetzen.

Weiter Infos: besetzen.noblogs.org

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