Türkischer Sportminister mit Jin Jiyan Azadi verabscheidet

Türkischer Sportminister mit Jin Jiyan Azadi verabscheidet. AKP-Anhänger*innen zeigen massenhaft den Wolfgruß.

Am 12.03. fanden wir uns mit kurdischen, türkischen und internationalistischen Genoss*innen vor der türkischen Botschaft in Berlin ein, um dem türkischen Sportminister Akif Cagatay Kilic zu zeigen, was wir von ihm und dem türkischen Präsident Erdogan halten: nichts. Der Sportminister trat in der Botschaft vor einem ausgewählten Publikum türkischer AKP-Anhänger*innen auf. Dabei machte dieser fleißig Werbung für Erdogans Referendum zur Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei. Erdogan regiert bereits heute diktatorisch, in dem er die freie Presse und Oppositionelle ausschaltet und Menschen die sich kritisch gegen ihn äußern einsperren, foltern und ermorden lässt. Seine Allmacht als Alleinherrscher will dieser nun durch eine Verfassungsänderung „demokratisch“ absichern. Auch die Vereinten Nationen (UN) werfen der Türkei gravierende Menschenrechtsverletzungen vor. Und so skandierten wir trotz Verbot durch die Bullen „Erdogan ist ein Mörder und Faschist“.

Mit einer spontanen Aktion am Abend verabschiedeten wir den türkischen Sportminister mit „Jin Jiyan Azadi“ (Frauen, Leben, Freiheit) und „Faşizme Karşı Omuz Omuza“ (Schulter an Schulter gegen Faschismus). Türkische Nationalist*innen, die offensichtlich nichts ohne ihre türkische Nationalfahne sind, zeigten dabei massenhaft das Erkennungszeichen der rechtsextremen Bewegung „Graue Wölfe“. In völliger Realitätsverweigerung gegenüber Erdogans diktatorischer Politik versuchten diese, unsere Aktion zu unterbinden. Während die zum Schutz der türkischen Delegation abgestellten Polizist*innen dem aggressiven Treiben der türkischen Faschisten weitgehend regungslos zuschauten, zeigte sich einmal mehr, dass antifaschistischer Selbstschutz absolut notwendig ist.

HAYIR – Nein zum faschistischen Präsidialsystem in der Türkei!
Schulter an Schulter gegen Faschismus!

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