Gedenkveranstaltung zum Todestag von Ulrike Meinhof am 9. Mai 2019

In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai  1976 starb Ulrike Meinhof nach vier Jahren Isolationshaft in ihrer Zelle im Folterknast von Stuttgart-Stammheim. Die Justiz sprach noch vor Untersuchung ihrer Leiche von Selbstmord durch Erhängen. Eine internationale Untersuchungskommission kam jedoch zu dem Schluss, dass sich Ulrike nicht selbst erhängen konnte. Menschen, die Zweifel an der staatlichen Selbstmordthese äußern, werden bis heute kriminalisiert.

Ulrike engagierte sich seit 1957 politisch, war Mitlied der verbotenen KPD und wurde durch ihre Artikel und Kolumnen vor allem in der linksradikalen Zeitschrift „Konkret“ eine bedeutende linke Persönlichkeit. 1970 gründete sie mit anderen die bewaffnet im Untergrund kämpfende Rote Armee Fraktion (RAF). Ihre Entscheidung für den bewaffneten Kampf fiel vor allem durch die postfaschistische Kontinuität der BRD und dem US-Völkermord in Vietnam. Sie war getragen vom Willen, die Revolte der Außerparlamentarischen Opposition (APO) von 1968 weiter zu entwickeln.

Wir werden uns am Todestag von Ulrike an ihrem Grab zu einem Sit-in treffen. Wir haben Ulrike und ihren Kampf gegen den kapitalistischen und in Teilen faschistischen Staat auch 43 Jahre nach ihrem ungeklärten Tod nicht vergessen. Wir wollen uns an sie erinnern und ihr gedenken. Wir wollen über ihren Kampf reden und diskutieren, ob ihr Kampf auch unser Kampf sein kann.

Wir treffen uns am 09.05.2019 um 12 Uhr am Haupteingang des Dreifaltigkeitsfriedhof III in Berlin-Mariendorf (Eisenacher Str. 61). Kommt und setzt Euch dazu. Im Anschluss werden wir gemeinsam zu den Feierlichkeiten zum Tag des endgültigen Sieges über den Hitler-Faschismus am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park fahren.

Urike, Du bleibst unvergessen. Der Kampf geht weiter!

2 Gedanken zu „Gedenkveranstaltung zum Todestag von Ulrike Meinhof am 9. Mai 2019“

  1. Zusatz: wir sollen die Worte einer Genossin einbringen die eine Weile mit Ulrike wirkte….

    Zitat: „…ich habe Seite an Seite mit Ulrike gelacht geweint gekämpft gelebt. Ich vermisse sie. Danke das ihr unseren ermordeten Genossen gedenkt!“

  2. Herzlichsten Dank an die Genoss*innen nach Berlin. Mit der Aktion ist wohl mehr als genug bewiesen das es nicht nur die RAF gibt (hier die vierte Generation) sondern das die RAF wie eine große Familie ist wo man seiner verstorbenen bzw. ermordeten Angehörigen gedenkt.

    Der Staat die Medien lügen wenn sie sagen das es die RAF nicht mehr gebe
    Es wird gelogen wenn man sagt Ulrike oder andere hätten Suizid begangen

    Wenn ein System lügt und mordet ist es an der Zeit sich zum Beispiel der RAF anzuschließen.

    DKRM

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