Diskutiert mit uns bei unserem offenen Gruppentreffen am 4. Dezember in der Meuterei

Die Revolutionäre-1.-Mai-Demo in Kreuzberg nach 30 Jahren in der Krise. Die Silvio-Meier-Demo in Friedrichshain nach 25 Jahren gleich ganz ausgefallen. Das Jahr 2018 war kein gutes Jahr für die zwei größten seit Jahren regelmäßig stattfindenden Demos der radikalen Linken in Berlin.

Seit 1988 gibt es sie: die Revolutionäre-1. Mai-Demo in Berlin. Nach den schweren Kreuzberger Unruhen am 1. Mai 1987 marschieren jährlich mehr oder weniger gewaltfrei tausende radikale Linke am 1. Mai vorzugsweise durch Kreuzberg. In den letzten Jahren scheint die einst bei den Herrschenden gefürchtete Demo im vom Berliner Senat erfundenen Saufgelage „Myfest“ buchstäblich abzusaufen.

25 Jahre lang zog die antifaschistische Silvio-Meier-Demo in Gedenken an den von Nazis erstochenen Berliner Hausbesetzer an einem Samstag Ende November durch Friedrichshain oder einen der östlichen Nachbarbezirke. Doch die ­traditionsreiche Demo fiel in diesem Jahr aus. Fast geräuschlos endete damit eine Tradition, ja Institution der linksradikalen Szene.

Es gab immer wieder Kritik, die beiden Demos wären zur „linken Folklore“ verkommen. Von „bloßen Ritualen in Wohlfühlkiezen ohne politischen Anspruch und Außenwirkung“ ist die Rede. Ist das so? Haben sich die traditionsreichen linksradikalen Demos überholt? Ist es wichtiger dem um sich greifenden Rechtsruck direkt entgegenzutreten? Oder sind auch weiterhin große linksradikale Demos mit eigenen politischen Schwerpunkten wichtig? Braucht die radikale Linke in Berlin noch Leuchtturmdemos?

Wir möchten mit Euch über diese Fragen und Lösungsansätze diskutieren. Kommt zu unserem nächsten offenen Gruppentreffen am 04.12. ab 19 Uhr in die Meuterei (Reichenberger Str  58).

 

Ein Gedanke zu „Diskutiert mit uns bei unserem offenen Gruppentreffen am 4. Dezember in der Meuterei“

  1. Es ist sehr gut das man genau über diese Fakten diskutiert. Es ist in der Tat so das nicht nur auf der „linken“ Ebene sondern auf allen Ebenen ein enormer Rückgang z.B. von Demos zu sehen ist. Sieht man es pauschal kannst du auch sagen das Volk scheint mehr und mehr seine Hoffnungslosigkeit zu erkennen. Es ist wahrlich egal ob du eine Demo machst oder eine Petition schreibst oder dich bei Frau Merkel beschwerst – es bringt rein nichts und genau dieser Fakt erkennen die Leute. Was sie auch taten es brachte nichts. Im Vorfeld der Sache ist es doch so gewesen das das Volk im Glauben gelassen wurde durch Demo und Co könne man was bewegen. Schaut selbst mal was überhaupt eine Demo bewegen konnte oder eine Petition. Die Erfolge liegen bei unter 1%. Aber man hat das Volk in diesem Glauben gelassen man könne echt was bewegen und so wurde viel Zeit und Kraft in Aktionen gesteckt die schlicht nichts brachten. So war das Volk beschäftigt während auf der anderen Seite Mächtige ohne nennenswerten Widerstand die eigene Macht ausbauen konnten.

    Fazit: heute steht man hier und jetzt stellt man fest es bringt nichts und was könne man tun.

    Die logische Antwort auf diese Frage ist doch jedem klar.

    Aber selbst mit dieser Phase der Erkenntnis haben Mächtige gerechnet denn wer lange Zeit eher ohne Erfolg mit viel Energie kämpfte ist für den eigentlichen Kampf kraftlos. Schlicht salopp nicht wirklich einsatzbereit. Das wieder bedeutet sammelt euch baut Kraft auf und macht das was die einzige logische Antwort anbietet.

    Was passiert wohl wenn das nicht kommt ?
    Auch hier eine ganz logische Antwort und die Geschichte der kriege belegt es immer wieder – es käme zum Krieg (egal warum wer mit wem usw) denn der Krieg war und ist oft (leider) nur noch die einzige Option schlimmstes Übel von der Welt abzuwenden. Wie schlimm es dann kommt zeigt sich zum Beispiel im Fall des braunen Oberdeppen. Was die alles angestellt haben bis man erkannte das „Proteste“ nichts brachten und dann musste er her – diese Sache Krieg.

    Wer will den sowas nun wirklich ?

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