Berufungsverhandlung gegen Genossen vor dem Landgericht Berlin am 26.10.2018

Staatliche Repressionen treffen früher oder später alle Menschen, die sich gegen das ausbeuterische kapitalistische System oder den wieder verstärkt aufkeimenden Faschismus engagieren. Auch wir bleiben davon nicht verschont. So findet am 26.10.2018 die Berufungsverhandlung gegen einen Genossen vor dem Landgericht Berlin statt. In erster Instanz wurde dieser zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen wegen versuchter Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt. Ereignet haben sollen sich die Handlungen unseres Genossen am 07.05.2016 im Rahmen der Gegenproteste gegen die rechtsextreme „Merkel-muss-weg-Demo“.

Das Ziel solcher Repressionen ist klar: Antifaschist*innen, die sich gegen die herrschenden Verhältnisse wehren, sollen eingeschüchtert und bestraft werden. Der Staat will kritische Menschen mit dieser Abschreckung dazu bringen, ihr politisches Engagement einzuschränken oder sogar ganz einzustellen. Dem setzen wir unsere Solidarität entgegen. Wir liefern niemanden alleine dem Staat aus.

  • Öffentliche Hauptverhandlung
  • Freitag, 26.10.2018 – 9:30 Uhr
  • Landgericht Berlin – Saal 731 (3. Stock)
  • Turmstraße 91, 10559 Berlin

„Was tun gegen Naziaufmärsche?“ Offene Diskussionsveranstaltung am 17. Oktober im Cafe Commune

Am 18. August 2018 marschierten 700 Nazis nahezu ungehindert durch Friedrichshain, um dem NS-Verbrecher Rudolf Heß an dessem Todestag zu huldigen. Am 3. Oktober 2018, dem Tag der zentralen Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit in Berlin, marschierten über 1000 Nazis ohne entschlossenen Widerstand durch Berlin-Mitte. Die letzte erfolgreiche Blockade eines Naziaufmarsches in Berlin gelang am 17. Juni 2017, als ein Aufmarsch der Identitären Bewegung durch Massenblockaden gestoppt werden konnte. Für den 9. November, dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht, haben die Nazis um „Wir für Deutschland“ (WfD) bereits den nächsten Nazigroßaufmarsch in Berlin angekündigt. Dabei ist eine neue Strategie der Nazis erkennbar, die antifaschistische Proteste erschweren soll: die kurzfristige Zweitanmeldung einer anderen Route. Nicht nur wir fragen uns aktuell: Was tun gegen Naziaufmärsche?

Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass Nazis weiter nahezu ungehindert durch die Straßen Berlins marschieren und dabei ihre rassistische Hetze verbreiten können. Wir glauben, dass es mehr braucht als weitgehend von bürgerlichen Organisationen getragene Gegenproteste abseits der Naziaufmärsche. Wir haben viele Menschen auf den Straßen getroffen, die mehr gegen Nazis tun wollen, als mit lauten Parolen daneben zu stehen. Für den 17. Oktober laden wir deshalb alle antifaschistischen Gruppen, autonome Bezugsgruppen und engagierte Einzelpersonen ein, mit uns unter dem Motto „Auswertung – Ziele – Strategie“ über die aktuelle Situation der antifaschistischen Strukturen und über Möglichkeiten antifaschistischer Aktionen gegen weitere Naziaufmärsche zu diskutieren. Kommt am nächsten Mittwoch um 19 Uhr ins Cafe Commune in der Reichenberger Straße 157 und bringt Euch mit Euren Ideen ein.

Das Syndikat verteidigen – Soli-Kundgebung am 12 Oktober

Nach der Kollektivkneipe „Meuterei“ in Kreuzberg ist nun auch die Kollektivkneipe „Syndikat“ in der Neuköllner Weisestraße akut von Verdrängung bedroht. Nach 33 Jahren soll diese nach dem Willen der Eigentümer zum 31. Dezember dicht machen. Viele sind bereits durch die fortschreitende Gentrifizierung still und leise gegangen. Betreiber*innen, Freund*innen und solidarische Nachbar*innen wollen die Verdrängung ihrer Kiezkneipe aufgrund der Profitinteressen von Besitzenden jedoch nicht so einfach hinnehmen.

Kämpfen wir mit für soziale Begegnungsstätten ohne Konsumzwang. Unterstützt die Kampagne „Syndikat bleibt“ und kommt zur Soli-Kundgebung am Freitag, 12.10. ab 18 Uhr in die Weisestraße 56.

Infos: syndikatbleibt.noblogs.org

Schulstreik für eine bessere Schule in Berlin am 18. Oktober

Wir sind zwar nicht mehr in der Schule. Aber den Schulstreik in Berlin am 18. Oktober für eine Schule ohne Rassismus, Sexismus und Leistungsdruck finden wir dennoch Klasse. Unterstützt die Demo der streikenden Schüler*innen ab 11  Uhr ab Bahnhof Friedrichstraße.

Für eine bessere Schule. Förderung der Individualität statt marktkonforme Erziehung.

Infos: schulstreik.blogsport.eu