Auf ein kämpferisches Jahr 2018

Ein herausforderndes Jahr liegt hinter uns. In Europa und der Welt erstarken nationalistische und rechtsextreme Kräfte. Die rassistische und chauvinistische AfD sitzt im Bundestag und den Länderparlamenten. Der Bullenstaat kennt bei Überwachung und Repressionen kaum noch Grenzen. Das ausbeuterische kapitalistische System erscheint grenzenlos.

Mut macht uns der überall aufkeimende Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse. Beispielhaft seien die Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg erwähnt, als mutige Menschen die Bullen an den Rand ihrer Leistungskraft brachten. Oder die Solidarität vieler Menschen in den Kiezen Berlins, die den Ausverkauf der Stadt an profitgeile Investoren nicht hinnehmen.

Wir werden auch im neuen Jahr entschlossen gegen die unterdrückenden und rassistischen Kräfte kämpfen. Das ist unser Versprechen an all jene, die glauben Freiheit, Gleichheit und Solidarität aller Menschen wären eine Utopie.

Demo in Gedenken an Oury Jalloh am 7. Januar 2018 in Dessau

Am 07.01.2005 wurde Oury Jalloh in einer Zelle des Polizeireviers Dessau ermordet. Mittlerweile versuchen selbst die staatlichen Behörden kaum noch die Theorie der Selbsttötung aufrecht zu erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Justiz und Polizei nach fast 13 Jahren endlich mit Nachdruck nach den Mördern in den eigenen Reihen suchen.

Um den Druck auf die Ermittlungsbehörden weiter aufrecht zu erhalten und um an Oury Jalloh zu erinnern findet in Dessau an seinem Todestag am 07.01.2018 wieder die jährliche Gedenk-Demo statt. Treffpunkt ist der Hauptbahnhof ab 14 Uhr.

Oury Jalloh, das war Mord.
Kommt nach Dessau, zeigt Präsenz, steht auf für Gerechtigkeit!

Von Berlin ist eine gemeinsame Anreise mit dem Bus möglich. Die Abfahrt erfolgt vor dem Park Inn Hotel am Alexanderplatz um 10:15 Uhr. Der Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt beträgt 13 Euro.

Infos: initiativeouryjalloh.wordpress.com

+++ Silvester zum Knast +++

Der Knast ist auch heute noch ein Mittel des Staates, um politischen Widerstand zu brechen. Besonders der repressive Umgang von Justiz und Polizei mit den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg zeigt deutlich, wie sehr sich der Staat von linksalternativen Konzepten bedroht fühlt. Wer sich nicht einfügt in die vom bürgerlichen Staat aufgestellte Verwertungslogik, wird die Freiheit genommen. Wer sich entschlossen gegen immer stärker aufkommenden Rassismus wehrt, landet hinter Gittern.

Der Knast ist zugleich der zum Scheitern verurteilte Versuch, die aus den kapitalistischen Verhältnissen resultierende Kriminalität zu bekämpfen. Es sind nicht zufällig zum größten Teil die wirtschaftlichen „Verlierer*innen“ dieses profitorientierten Systems, die als Kleinkriminelle die Knäste füllen. Wer sich kein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel leisten kann, wird als „Schwarzfahrer“ weggesperrt.

Der Staat kann einzelnen die Freiheit nehmen. Aber der Drang nach Freiheit ist unzerbrechlich. Gerade zum Jahreswechsel wirken die Knastmauern für viele Gefangenen besonders bedrückend. Kommt zur Demo „Silvester zum Knast“ und zeigt allen aus politischen oder sozialen Gründen Weggesperrten, dass sie nicht alleine sind.

Beton bricht – unsere Solidarität nicht.

Treffpunkt Berlin: 31.12. | 23 Uhr | U-Bf Turmstraße

Info: silvesterzumknast.nostate.net