Auf die Barrikaden für ein freies und solidarisches Leben – Beteiligt euch am Stadtpolitischen Block der revolutionären 1. mai Demo

Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter*innen hat eine lange Tradition. Entstanden 1886 durch die nordamerikanische Arbeiterbewegung, die zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai aufrief. 1890 wurde dieser „Protest- und Gedenktag“ zum ersten Mal mit Massenstreiks und Massendemonstrationen weltweit begangen. Auch wenn die herrschende Politik diesen Tag allzu gerne als ihren Feiertag der Arbeit okkupieren wollte, widersetzten sich Arbeiter*innen insbesondere an diesem Tag weiter gegen ihre Ausbeutung durch die kapitalistischen Verhältnisse.

Auch die revolutionäre 1. Mai Demonstration in Berlin-Kreuzberg blickt auf eine lange Zeit zurück. Vor 30 Jahren am 1. Mai 1987 kam es in Kreuzberg zu bis dahin nicht gekannten schweren Unruhen, in deren Verlauf sich die Berliner Polizei für mehrere Stunden vollständig aus Kreuzberg 36 zurückziehen musste. Gründe für die Ausschreitungen waren zum einen die Stürmung des Mehringhof in den frühen Morgenstunden durch die Bullen. Als diese dann noch den revolutionären antikapitalistischen Block der DGB-Demo angriffen, wurden im gesamten Gebiet brennende Barrikaden errichtet und vorrückende Bullen angegriffen. Erst im Verlauf der Nacht gelang es den Bullen wieder in den Stadtteil vorzudringen. Der in Folge der Ereignisse seit 1988 eigenständig durchgeführten revolutionären 1. Mai Demonstration gelang es danach wiederholt den revolutionären Gedanken auf die Straßen Kreuzbergs zu bringen.

Auch nach 30 Jahren Kampf für eine solidarische Gesellschaft gibt es Gründe genug, um auf die Barrikaden zu gehen. Berlin hat sich verändert. Die herrschenden kapitalistischen und repressiven Verhältnisse sind geblieben, wenn nicht stärker denn je. Überall nehmen uns nach Profit gierende Investoren den Raum. Wer nicht freiwillig kapituliert und den Reichen Platz macht, den räumen die Bullen als willige Helfer der Herrschenden mit Gewalt beiseite. Mieten steigen in für uns unbezahlbare Höhen. Überall entstehen Luxuswohnungen. Während sich die Regierenden von den Investoren den Champagner bezahlen lassen, sind Zwangsräumungen zum täglichen Überlebenskampf für die Betroffenen geworden. Das werden wir nicht einfach hinnehmen. Die Stadt gehört allen. Nehmen wir sie uns.

Profitgierigen Kapitalismus und repressive Staatsgewalt brauchen wir nicht. Auf die Barrikaden für ein solidarisches und selbstbestimmtes Leben. Hinein in den Stadtpolitischen Block der revolutionären 1. Mai Demo in Kreuzberg.